Teaching Library

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Als Teaching Library kann eine Bibliothek dann bezeichnet werden, wenn sie ihre Rolle als "Ort der Informationsarbeit" einer sozialen, wissenschaftlichen oder wirtschaftlichen Organisation (z.B. Stadt, Hochschule, Unternehmen) besonders ernst nimmt. Sie sollte auf der Basis ihres Wissensspeichers in verstärktem Maße zentrale aktive Bildungsfunktionen für die sie tragende Organisation übernehmen und nicht nur Schulungen zur Informationskompetenz durchführen.

Der Begriff geht auf den Namen für das Kurs- und Schulungsangebot der UC Berkeley Library in Kalifornien zurück. Er steht nicht unbedingt in Konkurrenz zu den Konzepten der "Benutzerschulung" oder der "Bibliothekspädagogik", sondern schließt die damit gemeinten pädagogisch-didaktischen Bestrebungen der Bibliothek ein, auch wenn er den Gesichtspunkt des "Lehrens" besonders betont.

Das Veranstaltungsangebot umfasst auf der grundlegenden Stufe vor allem Bibliothekskompetenzen wie Einführungen in den Katalog, in die Medienkunde, die Buchausleihe, die Präsenznutzung. Auf der Vertiefungsstufe hingegen werden Einführungen in die Aufsatzrecherche mit Hilfe von Fachdatenbanken, in den Umgang mit der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek und den E-Journals und in die Möglichkeiten und Grenzen der Internetsuchmaschinen angeboten. Grundsätzlich beschränken sich die Intentionen der Teaching Library also nicht auf die Informationsangebote und Dienstleistungen der jeweiligen Bibliothek, sondern umfassen genauso die Informationsressourcen im Internet sowie anderweitig verfügbare Informationen und Medien.

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