Sacherschließung
Aus BIT-Wiki
Die Sacherschließung (engl. subject cataloguing) oder Inhaltserschließung bezeichnet innerhalb der Bibliotheks- und Dokumentationswissenschaft die Erschließung bibliographischer und archivalischer Ressourcen nach inhaltlichen Kriterien. Dies meint, dass eine Ressource intellektuell oder automatisch aufgrund ihres Inhalts beschrieben wird. Im Gegensatz dazu widmet sich die Formalerschließung, die auch als Katalogisierung bezeichnet wird, der Erfassung eines Objekts nach formalen Regeln. Hierbei werden nur Daten herangezogen, die sich unmittelbar ermitteln lassen, z.B. der Titel eines Werkes.
Inhalte einer Resource können beispielsweise sein:
- Aussage eines Textes
- Filminhalt
- Beschreibung eines Musikwerkes
Die Formale Erfassung würde im Gegensatz dazu sich nur auf den Titel, Autor, Komponist usw. beziehen.
In beiden Fällen handelt es sich um Tätigkeiten der Dokumentation, bei der Metadaten gewonnen werden. Ziel der inhaltlichen Erschließung ist, das Auffinden relevanter Ressourcen durch Bereitstellung eines informellen Mehrwertes zu erleichtern und zu beschleunigen.
Eine inhaltliche Erschließung stellt deutlich höhere Anforderungen an denjenigen der sie durchführt, so dass in vielen Einrichtungen Wissenschaftler des Faches (oder zumindest eines verwandten Faches) mit dieser Aufgabe betraut sind. In Bibliotheken sind dies beispielsweise die Fachreferenten, in Dokumentationseinrichtungen die Wissenschaftlichen Dokumentare.

