Open Access

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Das Modell Open Access

Bei Open Access handelt es sich um ein Publikationsmodell, das wissenschaftliche Inhalte über das Internet frei zur Verfügung stellt. Darunter ist zu verstehen, dass der Zugang zu den Veröffentlichungen weder finanziellen, rechtlichen noch technischen Beschränkungen unterliegt. Unter dem Stichwort Open Access hat sich inzwischen eine internationale Bewegung gebildet, die insbesondere mit der Budapest Open Access Initiative verbunden wird.

Für die Forderung nach Open Access spricht, dass damit stark subventionierte Forschungsergebnisse der Universitäten und anderer öffentlich unterstützter Forschungseinrichtungen frei zugänglich werden und nicht teuer verkauft werden. Explizit verfolgt die Open Access Bewegung auch das Ziel, die digitale Kluft zu verringern. Unter anderem sollen so Wissenschaftler mit geringem Deputat an wissenschaftliche Ergebnisse gelangen und am Diskurs partizipieren können.

Die Open-Access-Bewegung

Seit 2001 suchen weltweite Initiativen nach effektiven Strategien, um die Vorteile des Open Access für die Forschung und ihre Institutionen allgemein nutzbar zu machen. Auch die wirtschaftlichen Aspekte des Open Access-Publizierens und mögliche Probleme wissenschaftlicher Verlage werden heftig debattiert.

Im Dezember 2001 entstand aus einer Tagung in Budapest, die das Open Society Institute (OSI) veranstaltete, die Budapest Open Access Initiative, eine interdisziplinäre Initiative europäischer und amerikanischer Wissenschafter mit dem Ziel, Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit frei zugänglich zu machen. Die Initiative bündelt die internationalen Bemühungen und repräsentiert Initiativen aus verschiedensten Disziplinen, Nationen und mit unterschiedlichen Sichtweisen. Deren gemeinsame Ziele werden diskutiert und es wird nach möglichst breiten und effektiven Strategien gesucht.

Mit der "Berliner Erklärung" (Oktober 2003) über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen unterstützen unter anderem die Fraunhofer-Gesellschaft, der Wissenschaftsrat, die Hochschulrektorenkonferenz, die Max-Planck-Gesellschaft, die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, die Helmholtz-Gemeinschaft und die Deutsche Forschungsgemeinschaft den Gedanken des Open Access. Von früheren Open-Access-Erklärungen, die sich auf die Forderung nach freier Zugänglichkeit der wissenschaftlichen Zeitschriftenliteratur im Internet beschränkten, unterscheidet sich die Berliner Erklärung durch die Einbeziehung des kulturellen Erbes, also des in Archiven, Bibliotheken und Museen verwahrten Kulturguts.

Im Juli 2004 sprach sich auch das Komitee für Wissenschaft und Technologie des britischen Unterhauses dafür aus, dass die Ergebnisse öffentlich geförderter Forschung unter den Bedingungen von Open Access veröffentlicht werden sollten.

Einen fächerübergreifenden Überblick über die Open-Access-Zeitschriften bietet das Directory of Open Access Journals an der Universität Lund.

Weblinks

Sandra Schaffert: Kostenlose Online-Literatur der Bildungsforschung, p@psych (Bildungsforschung und On-line-Publizieren)

Verwandte Begriffe

Zeitschriftenkrise

Persönliche Werkzeuge