Nationallizenzen
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Unter Nationallizenzen versteht man die Lizensierung von kostenpflichtigen Informationsangeboten für alle Bürger eines Staates. Die Nationallizenz-Strategie hebt den Ansatz der Bibliothekskonsortien, in denen sich eine Reihe von Einrichtungen zusammenschlossen, um gemeinsam möglichst günstige Abschlüsse mit den Informationsanbietern zu erreichen, auf eine nationale Ebene.
Nationallizenzen in Deutschland
Seit 2004 finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Erwerb von nationalen Lizenzen für digitale Angebote, um die Informationsversorgung der deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Bibliotheken zu verbessern. Dies ermöglicht Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen in Deutschland den kostenlosen Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen und elektronischen Zeitschriften. Mit dem Nationallizenzen-Projekt wurde das Programm der überregionalen Literaturversorgung im Rahmen des Sondersammelgebietsplans um elektronische Ressourcen erweitert.
Literatur
- Reinhard Rutz: Nationallizenzen aus Sicht und im Förderspektrum der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): Grundlagen und Einbindung in die Förderstrukturen (2007). In: GMS - Medizin- Bibliothek - Information 7(2):Doc32
- Margot Wiesner: Fachdatenbanken im deutschlandweiten Zugriff. Die Umsetzung eines Nationallizenz-Modells. (2007). In: 95. Deutscher Bibliothekartag in Dresden 2006. Netzwerk Bibliothek. Klostermann, Frankfurt am Main. ISBN 9783465035244

