Inhaltsverzeichnis
Aus BIT-Wiki
Das Inhaltsverzeichnis eines Buches oder eines Zeitschriftenheftes, auch oft "table of contents" (toc) genannt,
- erschließt den Inhalt der jeweiligen Publikation
- ist eine wichtige Information für Benutzer, selbst wenn der betreffende Titel in der Bibliothek nicht vorhanden ist
- verbessert die Suche.
Die Anreicherung von Bibliothekskatalogen ist ein neues Paradigma in der Erschließung von Medien, insbesondere dann, wenn entweder die wesentlichen Fachbegriffe und Phrasen daraus oder der ganze Text suchbar sind. So sind wesentlich spezifischere Suchen möglich. Der Benutzer kann durch Anzeige der Inhaltsverzeichnisse früher über die Relevanz von Medien entscheiden, bevor der zeitintensive Gang ans Regal oder die kostenintensivere Ausleihe oder Fernleihe angestoßen werden.
Erschließung des Inhalts der Publikation
vgl. den einschlägigen Wikipedia-Artikel.
"table of contents" als Service von Providern und von Bibliotheken
Inhaltsangaben von Büchern und Zeitschriftenheften sind teils frei recherchierbar und werden entweder in angereicherten Bibliotheks- und Bibliotheksverbundkatalogen, von dem bisher auf Inhaltsverzeichnisse spezialisierten Suchdienst dandelon.com - täglich 500 bis 1000 neu Buchinhaltsverzeichnisse, von Verlagen, Agenturen oder anderen Datenbankanbietern und Konsortien verschiedenartiger Partner angeboten.
Produzenten: Zur Produktion von gescannten Inhaltsverzeichnissen gibt es derzeit mindestens 7 Lösungsanbieter im deutschsprachigen Raum, wobei AGI - Information Management Consultants, der Provider von dandelon.com, mit seiner Technologie "intelligentCAPTUE mobile" ca. 65 % der verfügbaren Inhaltsverzeichnisse aus Europa produziert hat. Das Tochterunternehmen der amerikanischen ISBN-Agentur Bowker, Syndecis Solutions, bietet Links auf Inhaltsverzeichnisse von amerikanischen Titel an. Die Angebote der Library of Congress sind damit teils identisch. Die Zeitschriftenagenturen SWETS mit über 2 Millionen neuen Aufsatztiteln pro Jahr und EBSCO und der englische konsortiale Dienst TicToc sind bei Zeitschriften stark.
Vorreiter im deutschsprachigen Raum ist die Vorarlberger Landesbibliothek, die fast alle Sachbücher und einen großen Teil ihrer Zeitschriften mit suchbaren Inhaltsverzeichnissen ausgestattet hat. Unter den Bibliotheksverbünden hat der GBV die größte Sammlung an Inhaltsverzeichnissen aus Büchern und Zeitschriften. Die Deutsche Nationalbibliothek [1] lässt seit 2008 die Inhaltsverzeichnisse von neuen (Reihe A) und alten Büchern digitalisieren und bietet diese in ihrem Katalog als auch über Lieferdienste an.
Die Mehrzahl der Rechtsexperten geht davon aus, dass Inhaltsverzeichnisse nicht urheberrechtlich geschützt sind. Um möglichen Konflikten vorzubeugen, hat der Deutsche Bibliotheksverband vom Börsenverein des deutschen Buchhandels, der Vertretung der Verlage, die Zusage erhalten, das Inhaltsverzeichnisse und andere Listen digitalisiert und öffentlich genutzt werden dürfen, ohne dass Verlage Einspruch erheben werden (Juli 2007): [ http://www.bibliotheksverband.de/ko-recht/dokumente/Boersenverein_110707_Kataloganreicherung.pdf].

