Informationsqualität

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Informationsqualität (Abk.: IQ, engl.: information quality) oder Datenqualität bezeichnet das Maß der Relevanz von Informationen bezogen auf den jeweils gegebenen Kontext und Informationsbedarf.[1]

Sichtweisen

Maßgebend für eine Definition der kontextbezogenen Begriffe Information und Qualität ist die Betrachtungsweise.

  • Die Anforderungskriterien können nutzerspezifisch oder allgemein gültig sein.[1]
  • Dem Informationsvermittlungsprozess nahe, versteht Nohr darunter aber "die Gesamtheit der Anforderungen an eine Information bzw. ein Informationsprodukt, die sich auf deren Eignung zur Erfüllung gegebener Informationsbedarfe beziehen".[1]
  • Die kundenorientierte Sicht beschreibt Informationsqualität als "information that is fit for use by information consumers".[1] Weiterführend kann darunter auch verstanden werden: Eine "Übereinstimmung von zwischen dem Kunden und dem Produzenten vereinbarten Anforderungen, also Erwartungen des Kunden, und dem aktuell gelieferten Produkt oder der erbrachten Dienstleistung".[1]
  • Aus Sicht eines Unternehmens lässt sich der Begriff wie folgt aufteilen: Ein Unternehmen erzeugt Daten und Informationen selbst (konstruktive Informationsqualität), bezieht sie aber auch aus diversen externen Quellen bzw. von externen Lieferanten (rezeptive Informationsqualität).[1]

Kriterien

Es gibt eine große Zahl von Rahmenbedingungen, bzw. Kriterien, deren Bedeutung vom Kontext und der Verwendung der Daten bzw. Informationen abhängt. Typische, häufig verwendete Qualitätskriterien sind die Korrektheit, Relevanz, Vollständigkeit und Konsistenz.

Nach Wang und Strong lassen sich folgende Kategorien und Dimensionen erstellen:[1]

Kategorie Dimensionen
Eigenwert Korrektheit, Objektivität, Glaubwürdigkeit, Reputation
Informationszusammenhang Relevanz, Zusatznutzen, Aktualität, Vollständigkeit, Informationsumfang
Darstellung Interpretierbarkeit, Verständlichkeit, Manipulationsfähigkeit, Integrität, Widerspruchsfreiheit
Informationszugang Systemzugang, Zugangssicherheit


Heinrich formulierte einen Ansatz aus nutzerspezifischer Sicht:[1]

  • der Grad der Sicherheit, wahr zu sein
  • die Glaubwürdigkeit aufgrund vorhandener Erfahrungen
  • die Überprüfbarkeit der Information
  • die Genauigkeit der Information
  • und die Aktualität der Information


Königer und Reithmayer erstellten Kriterien für elektronische Medien:[1]

Kategorie Dimensionen
Innere Qualität Genauigkeit, Objektivität, Vertrauenswürdigkeit
Zugangsqualität Zugänglichkeit, Sicherheit
Kontextuelle Qualität Bedeutung, Mehrwert, Zeitgerechtheit, Vollständigkeit, Informationsgehalt
Darstellungsqualität Interpretierbarkeit, Verstehbarkeit, Knappheit, Durchgängigkeit
Qualität der Metainformationen Existenz, Angemessenheit
Qualität der Strukturierung Existenz, Angemessenheit, Nachvollziehbarkeit

Bedeutung

Obwohl Information und Wissen entscheidende Produktionsfaktoren in der globalen Wirtschaft sind, wir der Qualität weithin nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Die Qualität von Informationen entscheidet jedoch über den Unternehmenserfolg und bedarf einer intensiven Beachtung und Bearbeitung durch geeignete Maßnahmen bezüglich des Informationsmanagements.[1]

Weblinks

Quellen

Persönliche Werkzeuge