Folksonomy

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Folksonomy ist eine Art des Datenmanagements auf Basis des Taggings von Informationsobjekten durch eine Personengruppe. Die durch das gemeinschaftliche Indexieren erstellte Sammlungen von Schlagworten ("Tags") nennt man Folksonomy. Der Begriff ist eine Komposition aus den englischen Wörtern "folk" und "taxonomy".

Inhaltsverzeichnis

Definition nach Vander Wal

"Folksonomy is the result of personal free tagging of information and objects (anything with a URL) for one’s own retrieval. The tagging is done in a social environment (shared and open to others). The act of tagging is done by the person consuming the information. The value in this external tagging is derived from people using their own vocabulary and adding explicit meaning, which may come from inferred understanding of the information/object as well as. The people are not so much categorizing as providing a means to connect items and to provide their meaning in their own understanding."[1]

Eine Folksonomy kultiviert das Mitmach-Web, da hier jeder Internetnutzer seine Inhalte selbständig einbringen und beschreiben kann. Folksonomy ist also das Ergebnis des Taggings (= freie Zuordnen von Begriffen zu einem Objekt oder einer Information).

Folksonomy als Gegensatz zu formalen Klassifizierungssystemen

Folksonomy ist von herkömmlichen Ansätzen, wie Taxonomien (= eine Liste von kontrollierten Schlagworten, die hierarchisch strukturiert ist) und Ontologien, unabhängig. Beim Taggen werden freie Schlagworte vergeben, d.h. das verwendete Vokabular ist nicht kontrolliert, sondern entsteht aus frei gewählten Begriffen der Benutzer der Folksonomy. Außerdem ist das Vokabular nicht hierarchisch strukturiert, die einzelnen Begrifffe stehen also in keiner Beziehung (z.B. Überordnung oder Verwandtschaft) zueinander. Der einzige Zusammenhang zwischen den Tags entsteht durch die damit umschriebenen Objekte oder die Benutzer, von denen sie verwendet werden.

Weil die verwendeten Begriffe und hierarchischen Abhängigkeiten durch keine zentrale Instanz kontrolliert werden, sind Folksonomien weitaus flexibler und dynamischer als traditionelle Klassifizierungssysteme.

Verweise


Weblinks

  • Folksonomy (Diplomarbeit von Christine Albrecht an der TU Wien, 2006)
Persönliche Werkzeuge