Ethnomusik

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Die wechselnden Namen, Ethnomusikologie, Musikethnologie und vergleichende Musikwissenschaft kennzeichnen die methodischen Schwierigkeiten, denen dieses von nur wenigen Wissenschaftlern getragene Fach mit seinem riesigen Forschungsgebiet heute noch gegenüber steht. Die innovativen Anfänge für die Erforschung außereuropäischer Musikkulturen von den Psychologen und Naturwissenschaftlern in Berlin, wie Carl Stumpf und Erich Moritz von Hornbostel, führten im Jahre 1903 zur Gründung des Phonogramm-Archivs in Berlin. Die Naziherrschaft entzog dieser Arbeit sowohl die personelle Basis, die erste, meist jüdische Generation von Musikethnologen, mußte in die Vereinigten Staaten auswandern als auch die inhaltliche, da die außereuropäische Musik verachtet wurde. So mußte die Ethnomusikologie, besonders in Deutschland, nach dem Krieg neu aufgebaut werden. Die Grundlagen der Ethnomusikolgie wurden lange von Forschungen in den Vereinigten Staaten bestimmt, wie Veröffentlichungen des 1955 gegründeten Society for Ethnomusicology und des International Council For Traditional Music zeigen. Daher fehlen in Deutschland bis zum heutigen Tag eine grundlegende Methodik und Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Didaktik dieses Faches. Die methodischen Ansätze von Artur Simon aus den Jahren 1979 wurden 2008 erstmals in einer Zusammenfassung Ethnomusikologie, Aspekte, Methoden und Ziele veröffentlicht (Berlin 2008) Neben der Positionierung der Forschungen und der Literatur wurden hier auch die das Fach prägenden Forscherpersönlichkeiten und ihre Arbeit bis zum Jahr 2005 gewertet.

Literatur

Simon, Artur: Ethnomusikologie. Aspekte, Methoden und Ziele. Berlin 2008, 126 Seiten

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