Dokumentationswissenschaft
Aus BIT-Wiki
Die Dokumentationswissenschaft hat ihren Ursprung in der Bibliothekswissenschaft. Mit dem Sputnik-Schock von 1957 wuchs die Erkenntnis, dass der wissenschaftlich-technische Fortschritt eine eigenständige Disziplin erfordert, insbesondere was die Erschließungstiefe, die technische Infrastruktur und die Fachberatung (Fachinformation) anbelangt.
Eine zentraler Begriff für die Dokumentationswissenschaft ist das Dokument, das im Gegensatz zum umgangssprachlichen Gebrauch auch Bilder, Kunstgegenstände und andere Objekte umfasst. Zur Theorie und Praxis der Dokumentationswissenschaft gehören u.a. die Produktions-, die Distributions- und Restriktionsbedingungen der Informations- und Wissensgesellschaft.
Die Entwicklung der Dokumentationswissenschaft, oder auch Informations- und Dokumentationwissenschaft (IuD), ist in Deutschland eng mit dem Namen Gernot Wersig (20. Dezember 1942 - 04. Juli 2006) verbunden. Nach jahrenlangem Engagement für die IuD wird Gernot Wersig 1977 am Institut für Publizistik und Dokumentationswissenschaft an der FU Berlin zum Professor für Informations- und Dokumentationswissenschaft berufen. Damit konnte erstmalig in Deutschland ein entsprechender Vollzeitstudiengang mit Promotionsberechtigung angeboten werden. Die Arbeiten des Generalisten Wersig mündeten 1981 in die Umbenennung des Studienganges in Informationswissenschaft.

