Bibliothekstyp

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Eine Typologie ist eine Methode, die Wirklichkeit anhand von Schwerpunktbildungen zu strukturieren und erklärbarer zu machen. Indem man einen "Typ" bildet, nimmt man gleichzeitig eine Schwerpunktbildung und Wertung vor, welche die Wirklichkeit erklärt, aber nicht unbedingt ihr entsprechen muss. Die Grenzziehungen dienen also der sinnvollen Abgrenzung, anhand derer man "Typisches" besser zu sehen vermag, gleichwohl können die Grenzen willkürlich gezogen werden (und erklären dann falsch) oder können sich überschneiden (dann gehört eine Einheit, beispielsweise eine Bibliothek, zu mehreren Typen). Die Bildung von Typen ist eine (ältere) wissenschaftliche Methode, die sich von der moderneren Wissenschaft mit ihrer Hypothesenbildung, Operationalisierung und Verifizierung/Falsifizierung der Hypothese unterscheidet. Sie hat eher das Verstehen als Ziel, wurde jedoch oft als deskriptiv (=beschreibend, nicht erklärend) kritisiert.

Lange Vorrede, kurzer Sinn: Eine Bibliothekstypologie soll dazu dienen, unterschiedliche Typen von Bibliotheken zu bilden, um Unterschiede in der Aufgabenstellung, in der Organisation, im Geschäftsgang sichtbar zu machen. Man sollte diese Typen jedoch als Arbeitsmittel, nicht als fest gefügte Einheiten ansehen. Beispielsweise sind Typen auf unterschiedlichen Ebenen formuliert, eine Spezialbibliothek ist meist auch eine Wissenschaftliche Bibliothek. Und eine One-Person Library kann eine Öffentliche oder auch eine Wissenschaftliche Bibliothek sein. Wenn auch der Bibliothekstyp oft von der Funktion abgeleitet ist, so ist dies doch keineswegs der einzige Gesichtspunkt, nach dem man Bibliothekstypen formulieren kann.

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