Bibliothek 2.0
Aus BIT-Wiki
Unter dem Schlagwort Bibliothek 2.0 kann man den Versuch verstehen, Web 2.0-Anwendungen für den Einsatz in und für Bibliotheken einzusetzen. Das können
- RSS und Weblogs für die Öffentlichkeitsarbeit sein,
- Wikis aüf das interne Wissensmanagment (beispielsweise als Intranet),
- der Katalog 2.0 oder Literaturverwaltungsdienste für das externe Wissensmanagent,
- Weblogs für das Projektmanagement,
- Startseiten für das Informationsmanagement,
- Wikis für die Schulung
- soziale Bookmarksammlungen als gute Linksammlungen
- soziale Bilderdienste als Ablage und Verbreitung von Bilder und
- ... vieles andere mehr.
Diese Software kann man nach und nach ausprobieren, man kann sie auf dem eigenen Server installieren, man mussa ber nicht, indem man die Angebote kostenloser Provider nutzt.
Wichtig ist, dass die Software, die man zu Bibliothek 2.0 zählen kann, nicht als Selbstzweck eingesetzt werden sollte, sondern zur einfacheren und besseren Kommunikation und zur Stärkung der Nutzer, indem diese Informationen aus der Bibliothek besser anpassen und nutzen können und in die Lage gesetzt werden, mit Hilfe von Web 2.0-Anwendungen ihre Interessen und Arbeit einzeln oder kollektiv besser verfolgen bzw. durchführen zu können. Insofern zählt zum Konzept der Nutzerorientierung auch der Einsatz von Web 2.0-Anwendungen zentral dazu.
Das Konzept "Bibliothek 2.0" setzt sich erst allmählich durch. Zwar interessieren sich viele Kolleginnen und Kollegen dafür, die Umsetzung ist aber schwierig, da organisatorische (innovationshemmende Hierarchie in den Einrichtungen) und technische (monolithische Bibliothekssysteme und mauernde Rechenzentren) Widerstände zu überwinden sind. Weiter ist es auch eine Sache der Einstellung, offen zu sein und die Software als entsprechende Dienste ein- und umzusetzen. Damit wandelt sich einmal mehr das Berufsbild des Bibliothekars/der Bibliothekarin, indem als soft skill die Kommunikationskompetenz hinzukommt.

